Dienstag, 13. Dezember 2016

Zauber im Doppelpack



Wegen der großen Nachfrage öffneten das Sinfonieorchester an der DHBW Karlsruhe und die Ballettschule Corpus gleich zwei Mal die Türen zur „Zauberhaften Winterwelt mit Musik, Tanz und Gesang“ im Konzerthaus Karlsruhe. Die zweite Vorstellung war wieder als Benefizkonzert von der PSD Bank ausgerichtet und führte damit eine Tradition aus früheren Jahren fort. Ebenfalls am Start war der Badische JugendChor.



Mit Otto Nicolais „Weihnachtsouvertüre“ setzten Orchester und Chor gleich den Ton für den weiteren Konzertverlauf, in dem sich dunkle, geheimnisvolle Stimmungen immer wieder mit strahlenden Momenten abwechselten, eindrucksvoll unterstützt durch die perfekte Lichtregie.


Die Corpus-Tänzerinnen stellten sich bei der Eröffnungsmusik zu Leo Delibes’ Ballett „Coppelia“ erstmals dem Publikum vor. Nachfolgend erhielt jede Altersgruppe ihren maßgeschneiderten Auftritt: Die Kleinsten hatten viel Spaß bei einem Strauß’schen Polka-Potpourri, während sich die älteren Gruppen bei Tanzklassikern von Tschaikowski (Polonaise aus „Eugen Onegin“, „Schneeflockenwalzer“) und Lehars „Ballsirenen“ präsentierten. Dazwischen mischte sich Puccinis Orchesterstück „La Tregenda“, das eigentlich nicht aus dem Ballettumfeld stammt, für diesen Anlass aber extra mit einer aufwändigen Choreographie versehen wurde.
 
 
Beim „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns begeisterten die jungen Solisten Jasmin Blomenkamp (Cello), Charlotte Kaiser, David Carl Heinz (Klavier) und Johanna Glöckler (Tanz) das Publikum, während der Badische JugendChor bei „Serenity (O Magnum Mysterium)“ von Ola Gjeilo auf der komplett abgedunkelten Bühne eine intensive Weihnachtsstimmung in den Raum zauberte, die sich auch beim Weihnachtsliedklassiker „O Holy Night“ einstellte, der zusammen mit dem Orchester erklang. Ebenso weihnachtlich wurde es beim bekannten „Somewhere in My Memory“ von John Williams aus dem Film „Kevin – Allein zu Haus“.
 
Das Sinfonieorchester an der DHBW zeigte unter der überzeugenden Leitung von Matthias Böhringer alle Facetten seines Könnens bei Saint-Saëns’ wilder „Bacchanale“ und dem innigen „Intermezzo Sinfonico“ aus Mascagnis Oper „Cavalleria Rusticana“.  


Wie bei den früheren Ballettkonzerten stand auch dieses Mal der „Pas de Deux“ aus Tschaikowskis „Nussknacker“ am Ende des Programms – und auch dieses Mal gab es Tanzkunst in höchster Vollendung zu erleben, dargeboten von den Solisten des Badischen Staatsballetts, Bruna Andrade und Flavio Salamanka. Mit zwei Zugaben verabschiedete sich die „Zauberhafte Winterwelt“ vom begeisterten Publikum.